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Finanzen

Steuerreform: Lohnsteuerhilfe wird zugänglicher für viele

Ab September 2026 profitieren Arbeitnehmer und Rentner von einer Reform, die den Zugang zu Lohnsteuerhilfe vereinfacht. Doch die Auswirkungen sind nicht für alle spürbar.

RedaktionVerbraucher Meldungen
Steuerlich beraten lassen? Die Hilfe von Lohnsteuerhilfevereinen können bald mehr Menschen in Anspruch nehmen.
Steuerlich beraten lassen? Die Hilfe von Lohnsteuerhilfevereinen können bald mehr Menschen in Anspruch nehmen.

Die angekündigte Reform der Lohnsteuerhilfe ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung. Ab dem 1. September 2026 entfällt die bisherige Obergrenze für Nebeneinkünfte, was Arbeitnehmer und Rentner in die Lage versetzt, auch bei höheren Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen auf die wertvolle Unterstützung von Lohnsteuerhilfevereinen zurückzugreifen. Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler hebt hervor, dass diese Änderung besonders für Rentner mit Vermietungseinkünften von Bedeutung ist, da sie nun professionellere Hilfe in Anspruch nehmen können.

Dennoch bleibt die Reform nicht ohne Einschränkungen. Selbstständige und Gewerbetreibende müssen weiterhin auf die Unterstützung der Lohnsteuerhilfevereine verzichten, was eine erhebliche Lücke für viele Steuerzahler lässt. Die Reform konzentriert sich primär auf die klassischen Mitglieder: Arbeitnehmer und Rentner, die nun von den bisherigen Einkommensgrenzen befreit sind.

Für viele Steuerzahler bedeutet dies eine spürbare Erleichterung. Insbesondere für Rentner oder Arbeitnehmer mit Wertpapierdepots wird der Zugang zu steuerlicher Beratung einfacher und günstiger. Das könnte die Last der Einkommensteuererklärung für viele verringern und zu einer breiteren Akzeptanz von professionellen Steuerberatern führen.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass die Reform für die Steuererklärung 2025 zu spät kommt. Pflichtveranlagte, die auf die neuen Regelungen hoffen, könnten in eine unangenehme Situation geraten. Die Abgabefrist für diese Steuererklärungen endet bereits am 31. Juli 2026, also bevor die neuen Regeln in Kraft treten. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig um Unterstützung zu kümmern, um Verspätungszuschläge zu vermeiden. Während die Reform für die Zukunft vielversprechend ist, bleibt sie für die aktuelle Steuerperiode eine ungenügende Lösung.

mit dpa

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