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Finanzen

Steuererklärung: Was tun bei Fehlern?

Haben Sie einen Fehler in Ihrer Steuererklärung entdeckt? Keine Panik! Hier erfahren Sie, wie Sie richtig reagieren und mögliche Konsequenzen vermeiden können.

RedaktionVerbraucher Meldungen
Wem nach dem Absenden seiner Steuererklärung ein Fauxpas auffällt, sollte diesen umgehend korrigieren.
Wem nach dem Absenden seiner Steuererklärung ein Fauxpas auffällt, sollte diesen umgehend korrigieren.

Die Abgabe der Steuererklärung ist oft ein nervenaufreibender Prozess, und es kann leicht passieren, dass man etwas vergisst oder falsch angibt. Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren, denn die Reaktionsweise hängt stark davon ab, wann der Fehler entdeckt wird.

Wenn der Fehler vor dem Erhalt des Steuerbescheids auffällt, sollte umgehend gehandelt werden. Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler empfiehlt, die Korrektur direkt an das Finanzamt zu kommunizieren – sei es schriftlich oder elektronisch. Gerade bei elektronischen Erklärungen ist es oft möglich, die berichtigte Version unkompliziert zu übermitteln.

Egal, ob der Fehler zu einer höheren oder niedrigeren Steuerlast führt: Die Korrektur ist immer sinnvoll. Wer beispielsweise vergessen hat, Werbungskosten anzugeben, kann dadurch seine Steuerlast erheblich senken.

Sollte der Fehler erst nach Erhalt des Bescheids bemerkt werden, ist die Einspruchsfrist von einem Monat entscheidend. In diesem Zeitraum können Fehler noch durch einen Einspruch berichtigt werden. Ist die Frist jedoch abgelaufen, so ist dies nicht zwingend das Ende der Fahnenstange. Die Abgabenordnung sieht auch Korrekturen für nachträglich bekannt gewordene Tatsachen sowie für offensichtliche Schreib- und Rechenfehler vor.

Besonders kritisch wird es, wenn durch einen Fehler eine Steuerverkürzung droht. In solchen Fällen sind Steuerpflichtige verpflichtet, den Fehler umgehend zu melden und zu berichtigen. Hierbei ist es essenziell, zwischen einem unbeabsichtigten Fehler und einem bewussten Verschweigen zu unterscheiden. Ein Irrtum macht die Steuererklärung nicht automatisch zur Steuerhinterziehung; wer jedoch absichtlich falsche Angaben macht, kann sich ernsthaften rechtlichen Konsequenzen aussetzen.

Gerade bei größeren Beträgen oder Unsicherheiten ist es ratsam, rechtzeitig fachlichen Rat einzuholen. Die beste Strategie in solchen Fällen ist, proaktiv zu handeln und die Fehler zu korrigieren, bevor sie zu größeren Problemen führen können.

mit dpa

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