Finanzen
Steuererklärung freiwillig abgeben: So profitieren Sie davon
Eine freiwillige Steuererklärung kann sich für viele Steuerzahler lohnen. Hier erfahren Sie, in welchen Fällen Sie Geld zurückbekommen können.

Die Abgabe einer Steuererklärung ist für viele nicht verpflichtend, doch das bedeutet nicht, dass man darauf verzichten sollte. Tatsächlich kann es sich lohnen, freiwillig eine Erklärung beim Finanzamt einzureichen, um möglicherweise nicht nur Geld zu sparen, sondern auch Rückzahlungen zu erhalten.
David Martens, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine (BVL), weist darauf hin, dass insbesondere Arbeitnehmer mit hohen Werbungskosten, etwa für lange Pendelstrecken, von einer Steuererstattung profitieren können. Aber das ist nur der Anfang. Auch für diejenigen, die Verluste aus Vermietung oder anderen Einkunftsarten haben, kann die freiwillige Abgabe ein finanzieller Vorteil sein.
Besonders relevant wird es, wenn die beruflichen Ausgaben den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. In solchen Fällen ist eine Erklärung fast ein Muss. Dasselbe gilt für Sonderausgaben wie Kirchensteuern oder Spenden, die den Pauschbetrag von 36 Euro übersteigen. Auch außergewöhnliche Belastungen, etwa bei Krankheitskosten, sollten in Betracht gezogen werden, da sie über die zumutbare Eigenbelastung hinausgehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die zeitliche Flexibilität: Steuerpflichtige haben vier Jahre Zeit, um ihre freiwillige Erklärung einzureichen. Das bedeutet, dass man auch jetzt noch die Steuererklärung für 2022 abgeben kann, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dies eröffnet die Möglichkeit, finanzielle Vorteile aus dem vergangenen Jahr zu realisieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Steuerzahler von einer freiwilligen Steuererklärung profitieren können, wenn sie in eine der genannten Kategorien fallen. Wer auf die Möglichkeit verzichtet, verschenkt potenzielles Geld. Daher ist es ratsam, sich die Zeit zu nehmen und die eigene finanzielle Situation zu prüfen, um keine Chancen zu verpassen.
mit dpa