Finanzen
Achtung, Falle: Überteuerte Nachsendeaufträge von Drittanbietern
Verbraucher aufgepasst! Drittanbieter locken mit überteuerten Nachsendeaufträgen, die nur an die Deutsche Post weitergeleitet werden. Hier erfahren Sie, wie Sie sich schützen können.

Wer einen Nachsendeauftrag benötigt, sollte genau hinsehen. Bei einer schnellen Google-Recherche besteht die Gefahr, auf die Webseiten von Drittanbietern zu stoßen, die mit überhöhten Preisen für ihre Dienste locken. Diese Anbieter leiten den Auftrag lediglich an das Zustellunternehmen weiter, verlangen jedoch dafür oft ein Vielfaches der Gebühren, die direkt über die offizielle Seite der Deutschen Post anfallen. Die Verbraucherzentrale Berlin warnt eindringlich vor dieser Masche.
Immer mehr Menschen berichten von unangenehmen Überraschungen, nachdem sie einen Nachsendeauftrag über solche Drittanbieter gebucht haben. Viele von ihnen waren überzeugt, auf der offiziellen Seite der Deutschen Post zu sein – unterstützt durch das Design, die Logos und die charakteristische Farbgestaltung in Gelb und Rot. Dies führt zu einer irreführenden Wahrnehmung und letztlich zu unnötig hohen Kosten.
Die Preise bei diesen Anbietern können sich für einen sechsmonatigen Nachsendeservice auf bis zu 130 Euro summieren, während der gleiche Service direkt bei der Deutschen Post nur 31,90 Euro kostet. Die intransparenten Geschäftsbedingungen sind ein weiteres Problem: Oft wird nicht klar kommuniziert, dass es sich um eine Vermittlungsseite handelt, was viele Verbraucher in die Irre führt. Die Verbraucherschützer empfehlen daher, vor dem Abschluss eines Auftrags stets einen Blick ins Impressum der Webseite zu werfen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, gibt es Hoffnung: Wie bei jeder Online-Bestellung können Sie innerhalb von 14 Tagen von Ihrem Kauf zurücktreten, es sei denn, Sie wurden explizit auf ein Erlöschen Ihres Widerrufsrechts hingewiesen. In diesem Fall bleibt Ihnen die Möglichkeit, die Forderung zu bestreiten. Die Verbraucherzentralen bieten Musterbriefe an, die Ihnen bei der Kommunikation mit dem Anbieter helfen können.
Ein wichtiger Tipp: Sehen Sie bei Suchmaschinen-Recherchen kritisch auf die ersten Ergebnisse. Oft sind es bezahlte Anzeigen, die an oberster Stelle erscheinen und die Nutzer in die Irre leiten. Die offizielle Seite folgt oft erst weiter unten in den Ergebnissen und könnte Ihnen viel Geld sparen.
mit dpa